Montag, 2. Januar 2012

Ich wünsche euch ein frohes, neues Jahr 2012 voller Wunder!


The Lady of Shalott (1888) by John William Waterhouse
Poem Alfred Lord Tennyson
Die Lady von Shalott
Teil I
Links und rechts am Uferrand
Erstreckt sich sattes Ackerland,
Das Heide schmückt' und Himmel fand,
Und durch das Feld der Weg sich wand
Zum türmereichen Camelot.
Auf und ab die Menschen geh'n
Und nach den weißen Lilien seh'n,
Die um eine Insel steh'n,
Die Insel von Shalott.
Helle Weiden, Espen beben,
Brisen sanft die Nacht beleben,
Wellen, die auf ewig streben
Bei der Insel, vom Fluß umgeben,
Hinab zur Burg von Camelot.
Vier Mauern und vier Türme grau
Seh'n auf eine Blumenau,
Und auf der Insel, licht und lau,
Die Lady von Shalott.
An der Küste durch die Weiden
Sieht man viele Boote gleiten,
Fremde auf den Pferden reiten,
Schiffe nah'n von allen Seiten,
Fahren hin nach Camelot.
Sah man sie je zur Stadt gewandt?
Wie sie winkend am Fenster stand?
Ist sie bekannt im ganzen Land,
Die Lady von Shalott?
Nur Bauern, die das Korn einbringen,
In der Früh' die Sensen schwingen,
Hör'n ein frohes Lied erklingen,
Vom Flusse tönt ein klares Singen
Zu den Türmen Camelots.
Und als der Mond am Himmel steht,
Jeder sein Korn zu Bündeln dreht,
Ein Flüstern durch die Runden geht
Über die Lady von Shalott.
Teil II
Dort webt sie bei Tag und Nacht
Ein Zaubertuch in bunter Pracht,
Einst wurde ihr der Spruch gebracht,
Ein Fluch trifft sie, wenn sie haltmacht,
Um zu schau'n nach Camelot.
Was der Fluch meint, kam nicht ans Licht,
So webt sie immer fort ganz schlicht,
Denn weiter hat sie keine Pflicht,
Die Lady von Shalott.
Vor ihr ein Spiegel sich befindet,
Dessen Glas ihr Neues kündet
Und sie mit der Welt verbindet,
Sie sieht die Straße, die sich windet
Hin zur Burg von Camelot.
Sieht Wellen schlagen auf und nieder,
Und der Mägde bunte Mieder,
Junge Burschen immer wieder
Weggehen von Shalott.
Junge Mädchen, froh begleitet,
Ein Priester, der zur Kirche reitet,
Der Junge, der die Schafe weidet,
Ein Page ganz in rot gekleidet,
Geh'n zu der Burg von Camelot.
Durch das Spiegelglas verschwommen,
Sieht sie manchmal Ritter kommen,
Nie hat ein Ritter sie gewonnen,
Die Lady von Shalott.
Noch scheint sie aber froh zu sein,
Sie webt ins Tuch die Welt hinein,
Denn oft bei Nacht am Ackerrain
Ein Trauerzug im Fackelschein
Zog hin zur Burg von Camelot.
Doch in manch and'rer Vollmondnacht
Hat junges Paar vor Glück gelacht,
Ein Schatten, der sie traurig macht,
Die Lady von Shalott.
Teil III
An ihrer Insel nun ganz dicht,
Ein Reiter kommt im Morgenlicht,
Ein Sonnenstrahl im Blattdickicht,
Der sich auf der Rüstung bricht
Des edlen Ritters Lancelot.
Herr und Dame, Hand in Hand,
Er knieend, auf sein Schild gebannt,
Das funkelt über's gelbe Land,
Jetzt nahe bei Shalott.
Juwelen seinen Sattel zieren,
Sonnenlicht auf den Saphiren,
Sterne ihren Glanz verlieren,
Glöckchen klingen, ihn zu führen,
Als er ritt nach Camelot.
An einem braunen Lederstrang
Sein silbernes Signalhorn hang,
Das Rasseln seiner Rüstung klang
Zur Insel von Shalott.
Der Himmel war so blau wie Flieder,
Gold glänzt' auf seinem Sattelleder,
Sein Helm und auch daran die Feder
Brannten wie eine Flamm' allwieder,
Als er ritt nach Camelot.
Wie oftmals in der Dunkelheit
Ein Meteor im Feuerkleid
Fliegt über das in Einsamkeit
Daliegende Shalott.
Dunkle Brau'n in Licht erstrahlten,
Die Hufe seines Pferdes hallten,
Und unter seinem Helme wallten
Schwarze Locken, ungehalten,
Als er ritt nach Camelot,
Durch die Weite Schritt um Schritt
Sein Bild in ihren Spiegel glitt,
„Tirra Lirra“, als er ritt,
Sang Sir Lancelot.
Sie ließ das Weben, ließ die Müh'n,
Sie ging drei Schritt' zum Fenster hin,
Sie sah die Wasserlilien blüh'n,
Sie sah den Helm im Lichte glüh'n,
Sie sah hinab nach Camelot.
Das Tuch flog weit aus dem Gemach,
Ihr gelber Spiegel klirrend brach,
„Der Fluch, er ist gekommen“, sprach
Die Lady von Shalott.
Teil IV
Böen, die gen Westen kehren,
An den gelben Wäldern zehren,
Wogen sich am Ufer mehren,
Dunkle Wolken, die sich leeren,
Auf's türmereiche Camelot.
Ein Boot sich bei den Weiden fand,
Das trieb verlassen am Uferrand,
Ins Holz schrieb sie mit eigner Hand:
Die Lady von Shalott
Und längs des Flusses dunklem Stück,
Wie mit des Sehers Zaubertrick
Erkennend all ihr Mißgeschick,
Mit einem schattenvollen Blick
Sah sie hinab nach Camelot.
Und als die Dämmrung sank herab,
Löst' sie das Boot und legte ab;
Die Strömung trug sie weit hinab,
Die Lady von Shalott.
Sie lag im schneeweißen Gewand,
Das floß bis hin zum Barkenrand,
Ein Blatt fiel sanft auf ihre Hand,
Und durch die Stimmen der Nacht fand
Sie den Weg nach Camelot.
Und als ihr Boot durch's Dunkel stahl,
Hörten sie singen ein letztes Mal
Die Weidenhaine und Felder im Tal,
Die Lady von Shalott.
Ihr Lied klang traurig und vertraut,
Mal sang sie leise, manchmal laut,
Bis ihr das Blut gefror unter der Haut,
Und ihr Blick erstarrt, als sie noch schaut
Zum türmereichen Camelot.
Noch eh der Fluß sie trägt hinaus
Bis zu des Ufers erstem Haus,
Haucht sie im Lied ihr Leben aus,
Die Lady von Shalott.
Unter Türmen und Terrassen,
Vorbei an Mauern und an Gassen,
Im Dämmerlicht trieb sie verlassen,
Totenbleich durch Häusermassen,
Leise hin nach Camelot.
Hinab zum Ufer alle kamen,
Ritter, Bürger, Herrn und Damen,
Und lasen am Bug ihren Namen:
Die Lady von Shalott.
Wer ist das? Und was geschah?
Und im erhellten Schlosse nah
Der Lärm erstarb mit einem Mal,
Und kreutzten sich und wurden fahl,
Alle Ritter von Camelot.
Lancelot sann, kurz verlegen,
„Hübsch ist sie“, meint er dann verwegen,
„Jetzt hab' sie Gottes ew'gen Segen,
Die Lady von Shalott.“
Fassung von 1842
 

Hochwertige grüne Seidenbrokat French Hood "Anne Boleyn"

 "Anne Boleyn"
Eine wunderschöne Kopfbedeckung für Edel-und Hofdamen der Renaissance und Tudorzeit.
 Das Hoodband und das Coronet wurden hergestellt aus grünem Seidenbrokat.
Beides verstärkt mit Schabrackenflies (keine leichte Fliesline)
Das Coronet und die Haube sind beide auf den Rückseiten hinterlegt mit dem zugehörigem Stoff.

Verziert mit goldenen Brokatspitzen und handbestickt mit vielen grünen Wachsschmuckperlen.
 versehen mit einem
feinen Perlen-Stirnhängerchen

Diese schöne French Hood paßt sich jeder Kopfgröße an, da sie traditionell mit feinen Bändern im Nacken gebunden wird.
In der Tudor- und Renaissancezeit gab es keine "Gummibänder". ;)
Diese Doppel French Hood besteht aus 2 Teilen die man je nach Anlass miteinander kombinieren kann oder sich auch einzeln tragen lassen.
Somit 3 Tragemöglichkeiten in einer Behutung


French Hood Coronet "Jane Seymore"


Diese edle French Hood wurde hergestellt aus rot goldenem Brokatstoff mit eingewebtem Rankenmuster und stilisierter Phönixfeder. Sie ist speziell verstärkt mit Schabrackenflies. (keine dünne Flieseline) Sie ist auf der Rückseite ebenfalls mit Brokatstoff hinterlegt und fein säuberlichst verarbeitet. Verziert ist sie mit einer wunderschönen goldenen Brokatspitze und einer Perlenbogenborte am oberen Rand. Auf der Stirn liegt ein edles Wachsperlenband mit einem  Perlentropfen auf der Stirnmitte.
Der Schleier fällt weit über den Rücken und der Saum wurde zusätzlich mit perlmuttfarbenen Perlenschmuck versehen. Diese French Hood paßt sich jeder Kopfgröße an, da sie traditionell mit feinen Bändern im Nacken gebunden wird. In der Tudor- und Renaissancezeit gab es keine "Gummibänder". ;)




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